Heute machen bekanntlich dreißig Prozent aller Schüler Abitur. Die meisten hiervon gehen auf eine öffentliche Schule, um dort ihre schulische Ausbildung zu beenden. Noch ist Bildung Ländersache, so dass die Schüler ihren Länderabitur machen. Dabei kann von Land zu Land die Bewertung unterschiedlich ausfallen. Aber nach bestandener Prüfung stellt sich für die meisten ohnehin erstmals die Frage wie es weiter gehen soll. Dabei kann die Schule ihren Beitrag dazu leisten, dass die Schüler nicht so ohne weiteres ins kalte Wasser geschmissen werden.
Berufsfindung als Lebensaufgabe
Hierzu bieten sich regelrecht Privatschulen an. An diese Schulen werden die Schüler nicht allein aufs Abitur vorbereitet, sondern mehr oder weniger auf das Leben. Neben einer intensiven Schulung erfahren die Schüler auch Rückendeckung, auf welchem Weg sie sich später führen lassen wollen. Intensive Berufsfindungsgespräche, Tests und Selbstfindungsfragebögen sollen helfen, nach dem Abitur leichter in dem beruflichen Alltag einzusteigen. Privatschulen versuchen von Anfang an die Schüler auf ihren späteren beruflichen Werdegang vorzubereiten.
Was tun nach dem Abitur?
Anders sieht dies für die öffentlichen Schulen aus. Hier finden keine beruflichen Erkundigungen statt, so dass es nicht verwundert, wenn viele nach dem Abitur gar nicht so recht wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen. Einst ist aber sofort klar. Zunächst soll eine Pause eingelegt werden. In Zeiten fehlender Bundeswehr ist es einfach sich erstmals auf eine Reise zu begeben oder einige Monate zu jobben, um erstmals finanzielle Rücklagen zu bilden. Erst nachdem viele den beruflichen Alltag erfahren haben, fällt es ihnen leichter sich für einen Beruf zu entscheiden. Manche werden sich für ein soziales Jahr entscheiden, um zu sehen, ob ein sozialer Beruf eine Alternative sein könnte.
Beruf auf Probe
Abitur scheint also mehr zu sein als einfach nur in einigen Fächern geprüft zu werden. Abitur hat das Ziel, jungen Menschen die Angst vor dem Erwachsenwerden wegzunehmen und ihnen den beruflichen Einstieg zu erleichtern. Gelingt dies schon an privaten Schulen sehr gut, könnten öffentliche Schulen sich überlegen, ob eine berufliche Vorbereitung nicht auch ihre Aufgabe sein könnte. Es ist sicherlich nicht schlecht, eine Woche lang in einem Beruf hineinzuschnuppern wie dies bisher Haupt- und Realschüler machen. Empfehlenswert ist dies alle mal und sicherlich auch eine gute Stütze für alle, die sich noch finden müssen.
Geschafft- Abi in der Tasche, nie wieder Schule und endlich Freiheit, denken sich viele Abiturienten. Jedoch stellen sich deren Eltern etwas anderes vor. Eher an Karriere nach dem Abi. Dabei wollen Ex-Schüler lieber erst ihre Ruhe genießen.Doch viele Eltern sehen das anders. Sie verstehen unter einem erfolgreichen Leben eine zielgenaue Karriere.
Nach der Schule wird sofort studiert und was studiert wird, ist sowie schon lange klar. Aber auf so ein durchgeplantes Leben haben die wenigstens jungen Leute keine Lust. Stattdessen packt sie das Fehrnweh und sie wollen möglichst weit weg. Für viele kommt Work and Travel in Frage, da sie sich nicht vorstellen können irgendwann in einem Büro zu sitzen.
Enttäuschend ist es für die Eltern, das die jungen Menschen vergessen, dass unser Sozialsystem nicht darauf ausgelegt ist nach dem Abi ein paar Jahre den Sinn des Lebens zu suchen und erst mit 25 vollwertig zahlende Mitglieder der sozialen Gemeinschaft zu werden.
Es gibt viele Bücher, die den Zustand der Jugendlichen heutzutage beschreiben. Sie sind die Jugend, die keine Lust mehr darauf hat, möglichst schnell möglichst erfolgreich Karriere zu machen.
Jedoch muss jeder junger Erwachsene für sich selber entscheiden wann die Zeit reif ist zu studieren, danach zu arbeiten und letztens seine Freiheit zu geben.

Wer denkt, dass das Leben in einem Internat nur aus elitärer Freizeitbeschäftigung, wie stures Golfspielen besteht, der irrt. Schauen wir uns doch mal als Beispiel Schloss Salem an, das an einer über 100 Jahre alten Tradition festhält und demnach gute Erfolge liefern kann.
Der Grundsatz des bewährten Erziehungssystems ist die um die Jahrhundertwende aufgekommene reformpädagogische Bewegung, die noch heute erfolgreich angewendet wird. viele deutsche Internate, unter anderem auch Salem, legen sich dabei auf althergebrachte Tugenden fest: Kameradschaft, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.
Die Hauptproblematik mit der die Internate zu kämpfen haben ist nämlich, dass die Kinder mehr und mehr unerzogen sind und dem entsprechend handeln und sich verhalten. Reiche Kinder, die von zu Hause verwöhnt auf das Internat kommen müssen mit harten Einschnitten kämpfen, da sich Salem darauf beruft die Jugendlichen in einem weitgehend normalen Umfeld aufwachsen zu lassen.
Viel Wert wird dabei auch auf Alkohol- und Drogentest gelegt, damit Missbrauch verhindert werden kann. Gleich zu Beginn der Schulzeit, werden die Schüler zum Drogentest gebeten, bei dem sie Haar- oder Urinproben abgeben müssen. Alkomaten in den Wohntrakten sollen bei Stichproben den unerlaubten Alkoholkonsum aufdecken. Schwerwiegende Fehltritte wie Diebstahl, Alkoholmissbrauch oder Sex mit Mitschülern bewirkt die eventuelle sofortige Entlassung und Verweisung der Schule.
Weitere Informationen zum Thema findest du auf folgenden Webseiten:

Deutschlands Universitäten stehen mal wieder vor einer großen Herausforderung. Der doppelt Abiturjahrgang, der durch G8 hervorgerufen wird, steht bevor und will an die Unis. Außerdem warten aufgrund der aussetzenden Wehrpflicht ca. 50 000 männliche Studenten auf ihre Plätze. Eine Sache die eigentlich nicht so geplant war.
Doch wie gehen die Universitäten mit dieser Masse an Stundeten um? Die Lösung besteht, aus Tempo. Anstatt im Herbst mit dem Studium zu beginnen bieten einige Hochschulen die Möglichkeit an, bereits nach dem Erhalt des Abiturzeugnisses das Klassenzimmer mit dem Hörsaal zu tauschen.
Für die Meisten stellt das ein Problem dar, da sie den Stoff von zwei Semestern in einem erledigen müssen. Der Leistungsdruck wird dadurch erhblich gesteigert und schafft zusätzlichen Stress.
Bis jetzt nehmen 1600 Stundenten an dieser Testphase teil. Ergebnisse werden sehr bald erwartet, doch einige Dozenten sehen die Maßname eines “Turbo-Studiums” als eher kontraproduktiv, da zum Studieren eine gewisse Zeit benötigt wird und der Stoff sich nicht in den Köpfen festigen kann.
Weitere Informationen zum Thema findest du auf folgenden Webseiten:

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